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Mastiff legt seinen Kopf auf dem Wohnzimmerboden ab

Der Mastiff – ein zuverlässiger Bewacher

Der Mastiff ist ein wuchtiger Hund, der für seine stoische Ruhe bekannt ist. Er bewacht geduldig Haus und Hof und gerät nur aus der Fassung, wenn er sein Rudel bedroht sieht. Die Ursprünge dieser aus Großbritannien stammenden Rasse reichen bis in die Antike zurück.

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Begleiter des Menschen durch die Jahrhunderte

Der Mastiff wirkt mit seinem mächtigen Körperbau und seiner in Falten gezogene Stirn wie die personifizierte Gemütsruhe. Ein ausgewachsener männlicher Mastiff kann durchaus 100 Kilogramm auf die Waage bringen. Früher wurde die Rasse vor allem als Kriegs- und Wachhund gezüchtet, heute gilt der gemütliche Riese als beliebter Familienhund.

 

Der Mastiff kann seine Vorfahren bis in die Antike zurückverfolgen: Schon das Volk der Molosser, das einst in der Region Epirus (heute Albanien und Griechenland) lebte, hielt großgewachsene Hirtenhunde, die sogar in den Schriften des Philosophs Aristoteles Erwähnung fanden. Aus den nach ihrer Herkunft benannten Molosser-Hunden entwickelte sich der Mastiff, aus dem wiederum moderne Hunderassen wie die Dogge und der Boxer entstanden.

 

Bei der heute als Mastiff bezeichneten Rasse handelt es sich um den „Old English Mastiff“, der im späten Mittelalter von englischen Truppen als Kriegs- und Jagdhund gezüchtet wurde. Die Reinzucht der Rasse begann im 19. Jahrhundert. In Großbritannien wird er nach wie vor gerne als Wachhund und Jagdhund eingesetzt. Doch auch private Hundefreunde wissen den gemütlichen Riesen zunehmend zu schätzen.

Charakter des Mastiffs

Der massige Körperbau und der wuchtige Kopf lassen den Mastiff respekteinflößend wirken. Doch hinter dem bedrohlichen Äußeren verbirgt sich ein gemütlicher Hund mit hoher Reizschwelle. Wo kleinere Rassen die Fassung verlieren und aggressiv reagieren, bleibt der Mastiff locker. Lediglich wenn er sein Rudel bedroht sieht, schreitet er ein. Dabei nutzt er seine imposante Erscheinung und baut sich lediglich vor dem scheinbaren Feind auf, bis dieser die Flucht ergreift.

 

Seine stoische Ruhe macht ihn zu einem wunderbaren Familienmitglied und treuen Gefährten für Kinder. Selbst mit Katzen verträgt er sich im Allgemeinen. Allerdings solltest du den Mastiff nie unbeobachtet mit kleinen Kindern spielen lassen, da es durchaus vorkommen kann, dass er ein Kind unabsichtlich mit seinem massigen Körper verletzt.

Mastiff liegt auf englischem Rasen

Erziehung und Haltung des Mastiffs

Erziehe deinen Mastiff konsequent, damit er seine Körpermasse nicht gegen dich einsetzt: Bei schlechter Erziehung kann es vorkommen, dass der Hund dich spazieren führt und nicht umgekehrt. Bedenke außerdem, dass ein so großer Hund entsprechend viel Futter verschlingt – das du finanzieren musst.

 

Ein großer Hund wie der Mastiff benötigt viel Platz: In einem Haus mit großem Garten fühlt er sich wohler als in einer kleinen Etagenwohnung. Er liebt nicht nur lange Spaziergänge, sondern auch das Bad im Wasser. Idealerweise liegt ein öffentlich zugänglicher Teich oder Bach an einer deiner liebsten Spazierrouten. Als waschechter Engländer mag der Mastiff Kälte und Regen und kommt mit Hitze weniger gut klar. Überlasse ihn an heißen Tagen seinem Hang zum Faulenzen.

 

Mastiffs sind anhängliche Familienhunde und nicht gerne allein. Sorge für Beschäftigung, wenn du ihn über mehrere Stunden alleine lassen musst, damit er deine Möbel nicht zerlegt. Leider neigt er auch zum Sabbern – und dies aufgrund seiner Körpergröße nicht wenig. Überlege dir vor dem Kauf, ob du damit klarkommst.

Pflege und Gesundheit des Mastiffs

Der Mastiff erweist sich mit seinem kurzen glatten Fell als pflegeleichter Hund. Bürste ihn einmal pro Woche gründlich ab, um ausgefallene Haare zu entfernen.

 

Als problematisch zu betrachten ist die Überzüchtung dieser ohnehin großen Rasse zum Gigantismus. Extrem große Hunde neigen stark zu Gelenkproblemen wie Hüft- und Ellbogendysplasie. Dazu kann es beim Mastiff zwischen den Hautfalten im Gesicht zu Entzündungen kommen. Kontrolliere diese jede Woche beim Bürsten, damit du bei Bedarf früh reagieren kannst.

 

Als weiteres Risiko für diese Hunderasse gilt eine Magendrehung, die häufig durch hastiges Schlingen oder körperliche Aktivität nach dem Fressen ausgelöst wird. Füttere deinem Mastiff über den Tag verteilt mehrere kleinere Portionen und lasse ihn nach dem Fressen in Ruhe verdauen.

Besonderheit: Einstufung des Mastiffs als Listenhund

Obwohl sich der Mastiff durch seine stoische Gemütsruhe auszeichnet, wird er aufgrund seiner massigen Erscheinung in einigen Bundesländern als Listenhund geführt. Maßgeblichen Anteil daran haben auch unverantwortliche Halterinnen und Halter, die den Hund als Drohmittel einsetzen.

 

Die Einstufung als Listenhund bedeutet, dass mit der Haltung einige Auflagen einhergehen und du einen höheren Hundesteuersatz zahlen musst. Erkundige dich vor der Anschaffung nach den Regeln für dein Bundesland. Aktuell gilt der Mastiff in folgenden Bundesländern als Listenhund:

In den meisten Bundesländern mit Ausnahme von Berlin wird der Mastiff in Kategorie 2 (potenziell gefährliche Hunde) eingestuft. Für die Haltung des Hundes sind folgende Pflichten zu erfüllen:

  • Absolvieren eines Hundeführerscheins für die amtliche Erlaubnis zur Haltung
  • Vorweisen eines einwandfreien Führungszeugnisses
  • Nachweis der Volljährigkeit
  • Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung

Bist du dir der Verantwortung bewusst, die ein großer tierischer Freund wie der Mastiff mit sich bringt, erhältst du einen loyalen und treuen Begleiter. Aufgrund der Überzüchtung ist es unbedingt zu empfehlen, sich für die Anschaffung an einen beim VDH oder anderen Verein eingetragenen seriösen Züchter zu wenden.

Steckbrief Mastiff

  • Rasse:
    Mastiff (Old English Mastiff)
  • Herkunft:
    Großbritannien
  • Klassifikation:
    Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde, Sektion 2: Molossoide – Doggenartige Hunde – Ohne Arbeitsprüfung
  • Größe:
    nicht einheitlich festgelegt; Mindestgröße 80 Zentimeter bei Rüden, 70 Zentimeter bei Hündinnen
  • Gewicht:
    empfohlen sind maximal 90 Kilogramm, manche Tiere bringen über 100 Kilogramm auf die Waage
  • Körperbau:
    massig
  • Augen:
    dunkel
  • Ohren:
    herunterhängend
  • Fell und Farbe:
    verschiedene Farben möglich, meist sandfarben, braun oder grau, mit schwarzer Gesichtsmaske
  • Besonderheiten:
    Falten in der Stirn
  • Charakter
    ruhig und gelassen, bei guter Erziehung lammfromm
  • Pflege:
    einmal pro Woche bürsten
  • Gesundheit:
    neigt aufgrund der Körpergröße zu Ellbogen- und Hüftdysplasie

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