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Übergewicht beim Hund: Tipps zur Kontrolle des Hundegewichts!

06.08.2026 - Lesedauer: 6 Minuten

Ein übergewichtiger Hund läuft über die Wiese

Ein übergewichtiger Hund: Übergewicht beim Hund wird oft unterschätzt. Dabei kann jedes Kilo zu viel die Gesundheit belasten.

Ein Hundekörper, der zu schwer tragen muss, wird stark belastet. Dies führt früher oder später zu Erkrankungen. Anhaltendes Übergewicht (Adipositas) kann große gesundheitliche Probleme bei deinem Tier verursachen. Deshalb ist es wichtig, die Figur genau zu beobachten, um eine mögliche Gewichtszunahme rechtzeitig zu erkennen. Je nach Rasse, Agilität und Alter sind der Körperbau und die Tendenz zum Übergewicht sehr unterschiedlich. Du kennst dein Tier am besten und solltest schon bei geringen Veränderungen aufmerksam werden. Die wichtigsten Infos zum Thema Übergewicht bei Hunden findest du hier.

Grundsätzlich gilt: Es ist nie zu spät, die Ernährung an die individuellen Bedürfnisse deines treuen Vierbeiners anzugleichen.

Wie erkenne ich, ob mein Hund zu dick ist?

Anzeichen für einen übergewichtigen Hund können abnehmende Bewegungsfreude und Konditionsverlust sein. Kommt dein Hund also schneller außer Atem, frag deinen Tierarzt um Rat. Übergewicht kannst du aber auch an den Rippen fühlen, die eine gute Messlatte für das Idealgewicht sind. Sie sollten mit der flachen Hand problemlos zu ertasten sein. Am Ansatz der Rute solltest du unter Haut und Fell die Knochen spüren können. Bei einem sehr dünnen Hund, sind die Hüfthöcker deutlich sichtbar.

Als Faustformel gilt: Streichst du über den Brustkorb deines Hundes und kannst seine Rippen nicht mehr fühlen, scheint er zu dick zu sein.

Die folgende Abbildung von Dr. Fressnapf kann dir dabei helfen, das Gewicht deines Vierbeiners besser einzuordnen.

Grafik zum Idealgewicht bei Hunden

Wo kann ich meinen Hund am besten wiegen?

Damit du stets im Blick hast, wie viel dein Vierbeiner auf die Waage bringt, ist eine regelmäßige Gewichtskontrolle wichtig. Der Tierarzt wiegt deinen Hund mit einer speziellen Tierwaage – und zwar bei jedem Besuch. Für den schnellen Kilo-Check zwischendurch findest du eine Tierwaage in den meisten unserer Filialen.

Wie wiege ich meinen Hund?

Zum Wiegen führst du deinen Hund ruhig und bestimmt auf die große Wiegefläche. Falls der unruhige Hund sich weigert, nimm eine schmackhafte Belohnung zur Hilfe. Das darf ausnahmsweise sein. Um deinen kleinen bis mittelgroßen Hund mit der Personenwaage Zuhause zu wiegen, gibt es einen Trick: Stell dich zunächst ohne deinen Hund auf die Waage und miss dein Gewicht. Anschließend nimmst du deinen Hund auf den Arm und wiegst dich erneut. Die Differenz der angezeigten Kilogramm ist das Hundegewicht.

Folgen von Übergewicht beim Hund: schwer gleich ungesund

Überflüssige Speckröllchen sind nicht nur optisch unschön, sondern können deinen Hund auch schnell krankmachen. Übergewicht belastet die Gelenke, schwächt die Abwehr, die Lungen- und Zwerchfellfunktion, macht anfälliger für Krankheiten, Tumore oder Allergien. Übergewicht ist außerdem ein möglicher Auslöser für Verstopfung, Bluthochdruck und Diabetes und schädigt auf Dauer Herz, Nieren, Leber und Gelenke. Stell dir vor, dein Vierbeiner muss plötzlich operiert werden: Dann kann die Vorbelastung, ausgelöst durch sein Übergewicht, lebensbedrohlich für ihn sein. Ist dein Hund zu dick, mindert das seine Lebensqualität und verkürzt schlimmstenfalls seine Lebenserwartung.

Das sollte bei einer Hundediät berücksichtigt werden

Bevor eine Diät begonnen wird, sollte zunächst überprüft werden, ob der Hund überhaupt die richtige Futtermenge erhält. Dabei ist zu beachten, dass sich die Fütterungsempfehlungen in der Regel am Idealgewicht und nicht am aktuellen Körpergewicht orientieren. Ebenso wichtig ist es, alle zusätzlichen Kalorienquellen wie Leckerlis, Kauartikel oder andere Snacks in die Berechnung einzubeziehen.

Bei einer Diät sollte die Futtermenge nicht einfach pauschal reduziert werden. Eine zu starke Einschränkung kann dazu führen, dass der Hund nicht mehr ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Wenn bereits bedarfsgerecht gefüttert wird und dennoch eine Gewichtsabnahme notwendig ist, kann in Absprache mit Tierarzt oder Ernährungsexperten der Einsatz eines speziellen Reduktionsfutters sinnvoll sein.

Wer seinen Hund selbst bekochen möchte, sollte sich von einer qualifizierten Ernährungsberatung unterstützen lassen, um eine ausgewogene Nährstoffversorgung sicherzustellen.

Auch die tägliche Bewegung spielt eine entscheidende Rolle. Häufig kann eine Steigerung der Aktivität die Gewichtsreduktion sinnvoll unterstützen.

Nimmt dein Hund trotz korrekt berechneter Futterration weiter zu, kann dies auch auf eine zugrunde liegende Erkrankung hindeuten. In diesem Fall sollte eine tierärztliche Untersuchung erfolgen, um mögliche gesundheitliche Ursachen abzuklären.

Hundediät: was füttern?

Diätfuttermittel unterscheiden sich stark von normaler Hundenahrung und sind nicht zur Ernährung von gesunden Hunden gedacht. Spezielle Diätnahrung sollte deshalb immer nur in Absprache mit deinem Tierarzt nach entsprechender Diagnose gegeben werden.

Insbesondere während einer Diät besteht bei einer ungeeigneten Futterzusammensetzung das Risiko von Nährstoffmängeln. Eine erfolgreiche Gewichtsreduktion sollte daher nicht durch bloßes Reduzieren der Futtermenge erfolgen, sondern auf einer professionell abgestimmten, bedarfsdeckenden Diät basieren.

Damit dein Hund Fett abnehmen und Muskeln aufbauen kann, ist ein hochwertiges kalorienarmes Hundefutter wichtig. Eiweiße, Vitamine und Mineralstoffe, essenzielle Aminosäuren und essenzielle Fettsäuren müssen in der richtigen Menge enthalten sein. Der Rohfasergehalt sollte möglichst hoch und die Fettgehalte möglichst niedrig sein. Bei einer Diät für Hunde mit Nierenschäden sollte die Nahrung wenig Eiweiß, wenig Phosphor und wenig Salz beinhalten. Es gibt auch Diät-Leckerlis für die schlanke Linie, diese sollten aber immer von der Tagesration entsprechend abgezogen werden.

Unsere Futterempfehlung bei Übergewicht

Hinweis: Die Fütterung eines veterinärmedizinischen Diätfutters darf nur nach Rücksprache mit einem Tierarzt erfolgen. 

Goldene Regeln für eine erfolgreiche Hunde-Diät

  • Das oberste Gebot: Bleib konsequent und halte dich genau an den vom Tierarzt empfohlenen Diätplan!
  • Dokumentiere die Diät: Mach Fotos von deinem Hund und trag das Gewicht regelmäßig in eine Tabelle ein. Hat dein Hund einen Diäterfolg erzielt, darfst du ihn mit einer Schmuseeinheit oder einem Spielzeug belohnen.
  • Alle müssen mitspielen: Um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen, muss die ganze Familie an einem Strang ziehen. Kinder, Oma und Opa dürfen nicht weich werden, wenn dein Hund mal wieder mit großen Kulleraugen vor dem Kühlschrank sitzt und ein Leckerchen zwischendurch haben möchte.

Mit diesen Tipps bleibt dein Hund schlank und fit:

  • Achte auf eine bewusste und kalorienarme Ernährung. Denn auch unsere lieben Vierbeiner bleiben nicht vom Jo-Jo-Effekt verschont.
  • Wieg deinen Hund regelmäßig und hab sein Gewicht konsequent im Blick.
  • Pass die Futterrationen bei Zu- oder Abnahme an. Dies sollte jedoch stets in Absprache mit dem Tierarzt oder einer Ernährungsberatung erfolgen, um eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung sicherzustellen. Gegebenenfalls kann der Einsatz eines speziellen Diätfutters sinnvoll sein.
  • Verliere nicht den Überblick – und vergiss nicht die kleinen „Sünden“ des Tages wie Leckerlis bei der Berechnung der Tagesration einzurechnen. Für eine genaue Berechnung, insbesondere bei Übergewicht oder Untergewicht, kann die Unterstützung durch einen Tierarzt oder eine Ernährungsberatung sinnvoll sein.
  • Achte auf ausreichend Bewegung und fördere die Aktivität deines Hundes im Alltag – immer dem Alter, Gesundheitszustand und Aktivitätsniveau deines Hundes entsprechend. In Kombination mit einer angepassten Ernährung unterstützt dies eine gesunde und nachhaltige Gewichtsabnahme.

Hier kannst du dir einen Flyer zum Gewichtmanagements deines Hundes als PDF runterladen und ganz einfach immer wieder unsere Tipps nachlesen.

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Hinweis: Die Fütterung eines veterinärmedizinischen Diätfutters darf nur nach Rücksprache mit einem Tierarzt erfolgen. 

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