Da Kaninchen Vegetarier sind und ihr Körper die Bestandteile der Nahrung sehr gut verwertet, ist Kaninchenkot im Vergleich zu Fleischfresserkot deutlich kompakter, weniger geruchsintensiv und leichter zu entfernen. Kaninchenkot besteht, vorausgesetzt das Tier hat keine Verdauungs- oder Stoffwechselbeschwerden, aus weichen, kleinen Kügelchen. Wenn sich Form oder Konsistenz des Kots merklich ändern, ist das ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme oder darauf, dass etwas mit dem Futter nicht in Ordnung ist. Betrachten Sie die Ausscheidungen Ihrer Kaninchen daher stets genau. Neben dem normalen Kot scheiden Kaninchen glänzenden, sehr weichen Blinddarmkot aus, den sie allerdings in der Regel sofort wieder auffressen.
Dieses bizarre Verhalten hat einen physiologischen Hintergrund: Bestimmte Bestandteile der Pflanzenkost werden erst im Blinddarm aufgeschlossen und können nur durch das erneute Fressen aufgenommen werden; also ein ganz natürlicher Vorgang. Kaninchen sind reinliche Tiere und koten nicht an ihrem Schlafplatz. Stattdessen wählen sie zum Absetzen des Kots und Urins bestimmte Stellen aus. Diese Toilettenplätze dienen auch als Markierungspunkte im Kaninchenrevier. Wenn das Kaninchen beim Freilauf also strategische Häufchen platziert, folgt es dem instinktiven Bedürfnis, sein Gebiet abzustecken. Wenn der Mensch diese wichtigen Signale wieder entfernt, bleibt dem Hoppler nichts anders übrig, als nachzulegen. Der Trick bei der Erziehung besteht nun darin, sich mit dem Kaninchen auf Stellen zu „einigen“, die es markieren darf.