Die meisten Ektoparasiten, zu denen Milben, Zecken und Flöhe gehören, besetzen Fell oder obere Hautschichten der Tiere, um dort durch Stiche oder Bisse an Blut oder Körpersubstanzen ihrer Wirte zu gelangen. Wenn Sie beobachten, dass Ihre Mümmler unvermittelt zusammenzucken und dann beginnen, sich unter teils abenteuerlichen Verrenkungen zu kratzen, am Hinterteil oder Rücken zu nagen, sollten Sie misstrauisch werden. Das gilt insbesondere dann, wenn die Tiere dafür andere Tätigkeiten unterbrechen und kein Komfortverhalten wie beim normalen Putzen zeigen, sondern irritiert und unruhig wirken.
Kommen dann noch blutige oder schorfige Stellen hinzu oder bemerken Sie beim Tier anormales Verhalten wie ein Schiefhalten des Kopfes, extreme Berührungsempfindlichkeit oder Haarausfall, ist von einem Parasitenbefall auszugehen. Den sollte schleunigst ein Tierarzt begutachten: Nur ein Experte kann beurteilen, welcher Parasit genau das Kaninchen plagt und welche Gegenmaßnahmen geeignet sind. Einem Befall mit Parasiten beugen Sie am besten mit strenger Hygiene vor: Reinigen Sie Käfig und Gehege regelmäßig, stärken Sie die Abwehrkräfte Ihrer Mümmler mit geeignetem Futter, artgerechter Beschäftigung und Bewegung. Schalten Sie zusätzlich unnötige Stressfaktoren aus, denn auch Aufregung begünstigt die Anfälligkeit für Parasiten.