Ein Zwergkaninchen benötigt ungefähr einen Viertelliter Wasser täglich, um seinen Flüssigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten. Es kann durchaus sein, dass Sie Ihre Kaninchen selten trinken sehen und so nicht wirklich kontrollieren können, wie viel Wasser sie aufnehmen. Wenn Sie sehr viel Grünfutter verfüttern und die Tiere beispielsweise über wasserhaltige Gemüse wie Salat oder Gurken Flüssigkeit zu sich nehmen, ist es gut möglich, dass der Wassernapf eine Weile gänzlich ignoriert wird. Das ist kein Grund zur Sorge, solange ausreichend frisches Wasser zur Verfügung steht, die Tiere ihren Durst stillen können und das auch tun.
Die Verdauung eines Kaninchens ist hocheffizient, wenn es um die Ausbeute von Flüssigkeit aus der Nahrung geht: Im Darm wird die Feuchtigkeit aus dem Futterbrei herausgepresst und dem Körper zugeführt. Das Ergebnis sind die bekannten festen Kaninchenköttel, in denen nur noch wenig Feuchtigkeit verbleibt. Artgerecht ernährte Kaninchen sind also in der Regel keine großen Trinker. Allerdings ist auch genau das Gegenteil möglich: Der Wasserbedarf eines Kaninchens kann plötzlich ansteigen. Durch Heizungsluft, Klimaumschwünge, ungewohntes Futter oder dergleichen bekommt das Tier mehr Durst. Auch eine Krankheit kann ein stark gestiegenes Durstgefühl zur Folge haben. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob in den Näpfen noch genug Wasser ist und füllen Sie sofort nach, wenn es zur Neige geht. Bei Verdacht auf eine Erkrankung mit übermäßigem Trinkbedürfnis suchen Sie bitte den Tierarzt auf.
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